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Generative Engine Optimization: sichtbar in KI-generierten Antworten

Bei der Suche nach einem Anbieter, einer Erklärung oder einem Vergleich liefern KI-Systeme den Nutzern fertig formulierte Antworten.

Die Generative Engine Optimization, kurz GEO, befasst sich damit, ob und in welchem Zusammenhang Unternehmen und ihre Inhalte in solchen Antworten erscheinen. Wichtig: Eine bestimmte Nennung oder Verlinkung lässt sich nicht garantieren.

Definition: Was ist Generative Engine Optimization?

Die Generative Engine Optimization bezeichnet die Aufbereitung digitaler Inhalte für generative Suchsysteme und KI-Assistenten. Anders als die klassische Suchmaschinenoptimierung zielt GEO nicht vorrangig auf eine bestimmte Position in einer Trefferliste ab. Es geht um die Auffindbarkeit, die sachlich richtige Einordnung und die Zitierfähigkeit von Informationen in KI-generierten Antworten.

Bekannt wurde der Begriff durch die im November 2023 veröffentlichte Forschungsarbeit „GEO: Generative Engine Optimization“. Daneben sind Bezeichnungen wie KI-SEO, SEO für KI oder AI SEO gebräuchlich. Begriffe wie LLMO und LLM SEO sind bislang nicht einheitlich definiert.

GEO ersetzt SEO nicht. Eine technisch zugängliche Website, hilfreiche Inhalte und klare interne Links bilden weiterhin die Grundlage.

Wie generative Systeme Antworten bilden

Generative Systeme erstellen Antworten mithilfe von Sprachmodellen. Abhängig von Produkt und Anfrage greifen sie zusätzlich auf eine Websuche oder einen Suchindex zurück. ChatGPT Search kann beispielsweise aktuelle Webquellen einbeziehen und verlinken. AI Overviews und Google AI Mode stellen Informationen aus der Google-Suche zu einer neuen Antwort zusammen.

Die Auswahl der Quellen unterscheidet sich von System zu System. Auch der Zeitpunkt und die Formulierung einer Frage können das Ergebnis verändern. Neben der eigenen Website können Fachmedien, Unternehmensprofile, Verzeichnisse und andere redaktionelle Veröffentlichungen relevant sein.

Wovon die Sichtbarkeit in KI-Antworten abhängt

Einen einzelnen GEO-Hebel gibt es nicht. Es wirken mehrere technische und inhaltliche Grundlagen zusammen:

  • Technische Zugänglichkeit: Die Inhalte müssen crawlbar, indexierbar und in lesbarer Textform verfügbar sein. Es gelten die Grundlagen der Technical SEO.
  • Klare Antworten: Präzise Begriffe, verständliche Absätze und eine nachvollziehbare Gliederung erleichtern die Verarbeitung. Damit überschneidet sich GEO mit der Answer Engine Optimization.
  • Eindeutige Entitäten: Unternehmen, Personen, Leistungen und Orte müssen zweifelsfrei zugeordnet werden können. Unser Lexikoneintrag zu Entitäten erklärt diese Zusammenhänge genauer.
  • Verlässliche Angaben: Quellen, Autorennamen, überprüfbare Aussagen und aktuelle Informationen helfen bei der Einordnung. Auch E-E-A-T ist in diesem Zusammenhang relevant.
  • Externe Belege: Seriöse Erwähnungen außerhalb der eigenen Domain können das Gesamtbild eines Unternehmens ergänzen.
  • Strukturierte Daten: Strukturierte Daten beschreiben die sichtbaren Seiteninhalte maschinenlesbar. Eine besondere GEO-Auszeichnung gibt es nicht.

Eine llms.txt kann Informationen für Systeme zusammenfassen, die dieses Format berücksichtigen. Es gibt bislang jedoch keine allgemeine Unterstützung. Google Search verwendet die Datei offiziell nicht, sodass sich kein nachweisbarer Einfluss auf die Sichtbarkeit ableiten lässt.

So lässt sich KI-Sichtbarkeit messen

Für eine nachvollziehbare Messung wird ein festgelegtes Prompt-Set benötigt. Dieses umfasst verschiedene Arten von Fragen:

  • Markenfragen: Wie wird ein Unternehmen beschrieben und eingeordnet?
  • Kategoriefragen: Welche Anbieter oder Leistungen nennt das System?
  • Problemfragen: Welche Lösungen werden für einen konkreten Bedarf vorgeschlagen?
  • Vergleichsfragen: Welche Unternehmen, Produkte oder Ansätze werden gegenübergestellt?

Bei jeder Prüfung werden System, Datum und der genaue Wortlaut dokumentiert. Es wird erfasst, ob das jeweilige Unternehmen genannt wird, an welcher Stelle die Nennung steht, welche Quellen verlinkt sind und welche Alternativen erscheinen.

Da die Antworten schwanken können, müssen die Prüfungen unter vergleichbaren Bedingungen wiederholt werden. Einzelne Abfragen reichen für eine belastbare Bewertung nicht aus. Die Ergebnisse ergänzen das klassische SEO-Reporting, stellen jedoch keinen Ersatz dar.

GEO, SEO und AEO im Vergleich

  • SEO: richtet Websites auf die Auffindbarkeit in den organischen Suchergebnissen aus.
  • AEO: bereitet Inhalte für direkte Antworten auf konkrete Fragen auf.
  • GEO: betrachtet Nennungen, Quellenverweise und die Einordnung in generierten Antworten.

Die drei Bereiche beruhen auf ähnlichen Grundlagen. Bei ihrer Auswertung gelten aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Grenzen von GEO

GEO kann die Voraussetzungen für die Sichtbarkeit in generativen Systemen verbessern. Welche Quellen ein Anbieter auswählt, wie er sie gewichtet und ob er sie verlinkt, liegt jedoch außerhalb des direkten Einflusses eines Unternehmens. Die Ergebnisse können sich ändern, obwohl die ursprüngliche Frage gleich bleibt.

Deshalb geht es nicht um die größtmögliche Zahl an Erwähnungen. Relevant sind die Nennungen bei Fragen, die zur Zielgruppe, zum Angebot und zu einer möglichen geschäftlichen Entscheidung passen.

Häufige Fragen zur GEO

Kann eine Nennung in ChatGPT garantiert werden?

Nein. Es lassen sich lediglich die technischen und inhaltlichen Voraussetzungen dafür verbessern. Über die tatsächliche Nennung und die verwendeten Quellen entscheidet das jeweilige System.

Wie schnell wirkt GEO?

Das lässt sich nicht pauschal bestimmen. Wann umgesetzte Änderungen in den Antworten sichtbar werden, unterscheidet sich je nach System. Daher ist eine wiederholte Messung über einen längeren Zeitraum erforderlich.

Welche Systeme sollten geprüft werden?

Die Auswahl richtet sich nach der Zielgruppe. Meist werden ChatGPT Search, Gemini, Google AI Overviews und AI Mode, Perplexity, Microsoft Copilot und Claude betrachtet.

Fazit

Die Generative Engine Optimization erweitert die Suchmaschinenoptimierung um die Frage, wie KI-Systeme ein Unternehmen darstellen und welche Quellen sie dafür verwenden. Einen tieferen Einblick in Analyse, Umsetzung und Monitoring liefert unsere Leistungsseite zu KI-SEO und GEO.

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